Die Spitalkappelle

Sie ist eingerichtet in der ehemaligen Kapelle des Spitals, in dem ein eigener Kaplan wirkte. 

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barocke Figur des hl. Dionysius aus dem 8. Jahrhundert

Texte zu den Ausstellungsstücken geben Auskunft über die Geschichte der Kirchen und Kapellen in der Stadt, sie beschreiben ihr lebendiges religiöses Leben.

Mittelpunkt der Ausstellung ist die barocke Figur des hl. Dionysius, des Patrons der Stadtkirche, der auf die Zeiten der Missionierung im 8. Jahrhundert zurückgeht. 1382 erwarb das Prämonstratenserkloster Marchtal die Pfarrei und bestimmte fortan das religiöse Leben in der Stadt. Die Gemälde, die die Heiligen des Ordens darstellen, sind Ausdruck dieses geistigen Einflusses.

An das St. Annakloster erinnern Brustkreuze der Nonnen, eine barocke Darstellung des hl. Franz unter dem Kreuz und eine Monstranz mit einem Kreuzpartikel.

Die gotischen Figuren des hl. Ulrich und hl. Nikolaus aus der „Marienkapelle vor dem Obertor“ sind Zeugnisse für die Verehrung beliebter Heiliger.

Die Darstellung von Jesus Christus unterlagen einem Wandel in der Anschauung: sie reichen von der herrscherlichen Gestalt des Mittelalters zum leidenden Christus der Pestzeit, zu den barocken Gemälden, die Jesus im Kerker oder Grab darstellen. Dazu gehören aber auch die liebevoll gestalteten „Fatschenjesulein“.

Kostbare Reliquienbehälter sind Ausdruck barocker Verehrung der Heiligen, die durch ihre Nähe Hilfe und Fürsprache erwarten ließen.

Prächtige Messgewänder sind bedeutende Werke der Textilkunst aus Renaissance, Barock, Biedermeier und des Jugendstils.

Die restaurierten Kirchenfenster von 1908 mit gehaltvollen Glasgemälden im Nazarenerstil sind Zeugnisse der damaligen Kunstrichtung und Religiosität.

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